Social Media in Zeiten von Corona

Social Media in Zeiten von Corona

Außergewöhnliche Situationen bedürfen außergewöhnlicher Maßnahmen.

Wir befinden uns in einer nie dagewesenen Krise. Ein Virus beherrscht die Welt und wir müssen uns ihm beugen.

Niemand konnte sich vorstellen, dass es zu solch einer Ausnahmesituation kommen könnte. Ursprünglich in China entstanden, treibt der Virus sein Unwesen rund um den Globus und tötet zumeist alte Menschen mit Vorerkranken. Betroffen können aber auch junge Menschen sein, die möglicherweise kaum etwas von dem Virus bemerken, gelten jedoch trotzdem als Überträger.

Unsere einzige Chance, die Verbreitung des Virus zu reduzieren oder gar zu stoppen, ist ein konsequentes Kontaktverbot.

Dieses Verbot hat gravierende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. Unabhängig von der Größe des Unternehmens treibt es Unternehmer an den Rand des wirtschaftlichen Ruins oder endet im schlimmsten Fall in einem Konkurs. Produktionen stagnieren, Flugzeuge bleiben am Boden, Geschäfte und Gaststätten sind geschlossen.

Was können wir als Unternehmer tun?

Wir sollten Alternativen in der Kommunikation und der Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen schaffen und neue Vertriebswege finden. Ein schnelles Handeln ist erforderlich!

Dank der Digitalisierung gibt es diverse Möglichkeiten, mit denen Unternehmen sich online präsentieren und vermarkten können. Doch nicht jeder online Dienst oder jede Social Media Plattform ist für jedes Unternehmen sinnvoll.

Unternehmer, die bereits online ein Standbein haben, sind in dieser Zeit klar im Vorteil. Es gibt bereits Interessenten und Kunden, von denen Sie wahrgenommen werde. Dieses Netzwerk können Sie für weitere Aktionen nutzen.

Sind Sie als Unternehmen jedoch nicht online unterwegs, so gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Es bringt nichts, wenn Sie in einen wilden Aktionismus verfalle und unüberlegt Social Media und Online Aktionen starte. 

Krisenmanagement

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Social Media Managerin befasste ich mich mit dem Thema Krisenmanagement.  Wie verhalte ich mich in Krisen, die mich online erreichen? „Shitstorm“ was ist das und wie gehe ich damit um? Es drehte sich um Probleme, die sich rein in den Sozialen Medien abspielten.

Die Krise, der wir heute gegenüberstehen, hat ganz andere Ausmaße. Es ist eine Krise, die von außen Einfluss nimmt und unser Verhalten online verändert.

Existenzängste veranlassen Unternehmen jeder Art sich irgendwie in den sozialen Medien zu positionieren. Eine Flut an Beiträgen erreicht uns. Doch mit unkoordinierten Beiträgen werden Ressourcen verschwendet, die nicht zum Erfolg führen. Social Media hat besondere Regeln, die konsequent eingehalten werden sollten. Angefangen mit einer guten Strategie über einem gut formulierten Text bis hin zu einem eindrucksvollen Bild, das den individuellen Bildgrößen der Plattform entspricht.

Eine Krise ist nicht planbar und es muss in eine schnelle Umsetzung gehen! Wie kann ich damit umgehen?

Wenn Sie bereits online aktiv sind:

Überdenken Sie Ihre bisherige Strategie. Ihr Ziel wird sich verändert haben, denn das, was Sie bisher persönlich und in direktem Kontakt geleistet haben, muss nun einen anderen Weg gehen. Das können neue Produkte sein, die niemand kennt und gezeigt werden sollen oder aber eine Dienstleistung, die ab sofort online stattfinden wird.

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Belange, die individuell angepasst werden können.

Wenn Sie mit einem Redaktions- oder Contentplan arbeiten, so sollten Sie Themen und Beiträge überdenken, die in dieser Krisenzeit nicht aktuell sind oder nicht umgesetzt werden können. Passen Sie diese an und bleiben Sie flexibel, indem Sie auf neue Entwicklungen reagieren!

Die von Facebook und Instagram zur Verfügung gestellten Insight ermöglichen Einblicke in das Nutzerverhalten Ihrer Fans oder Follower. Durch die Krise entfallen geregelte Arbeitszeiten. Die Menschen sind den ganzen Tag zuhause und bewegen sich online.  Das Nutzerverhalten und die damit verbundenen aktiven Zeiten haben sich geändert.

Unabhängig von einer Krise ist die Kommunikation mit Ihren Kunden und Interessenten. Nutzen Sie das Potential und Ihr Netzwerk aus Partnern, Nachbarn, Freunden und Bekannten. Teilen Sie Ihre Informationen in Gruppen.

Ziehen Sie Werbung in Betracht. Mit einem kleinen Budget lässt sich in den sozialen Medien zielgerichtete Werbung schalten.

Mein Tipp: Zeigen Sie das, was Sie besonders macht und heben Sie sich durch persönliche, außergewöhnliche und vielleicht auch verrückte Aktionen von Ihren Mitbewerbern ab. 

Wenn Sie bisher noch nicht online aktiv waren:

Reagieren Sie nicht panisch und voreilig!

Sie starten auf der „grünen Wiese“ und haben die Chance eine gute Strategie zu entwickeln, ohne auf bereits vorhandene Online Plattformen Rücksicht nehmen zu müssen.

Identifizieren Sie Ihre Zielgruppe. Adressieren Sie an Männer und/oder Frauen? Welcher Altersgruppe entspricht Ihre Zielgruppe? In welcher Lebensphase befinden sich die Menschen der Zielgruppe? Welche Interessen haben sie und auf welchen Social Media Plattformen bewegen sie sich?

Welche Inhalte sind interessant? Wie kann ich meine Inhalte vermitteln und welche Ressourcen habe ich zur Verfügung?

Bedenken Sie Ihre Schwächen und das Risiko, das Sie mit Social Media eingehen. Nutzen Sie Ihre Stärke und sehen Sie Ihren Online Auftritt als Chance zur Kundengewinnung und Vermarktung Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung.

Aber Achtung! Bitte denken Sie daran, dass Ihre Social Media Aktivitäten für Ihr Business nach der Krise weitergehen müssen. Berücksichtigen Sie die jetzigen Ressourcen und die, die Sie nach der Krise zur Verfügung haben. Sollten die Social Media Aktivitäten nach Corona stagnieren, so wird Ihre vorübergehende spontane Aktivität leicht als Hilfeschrei gewertet. Die Seite wird verwaist wirken, so dass vielleicht sogar ein Konkurs des Unternehmens vermutet werden kann. Es wird ein negativer Beigeschmack zurückbleiben.

Bleiben Sie also aktiv!

Kommunikation in der Krise

Als Social Media Managerin bewege ich mich nicht nur zu Krisenzeiten in den sozialen Medien. In der jetzigen Situation ändert sich unheimlich viel. Durch das hohe Aufkommen der Online Aktivitäten reduzieren Social Media Plattformen und Streamingdienste bereits das Datenvolumen, um so ihre Inhalte weiter vermitteln zu können. Die Qualität hat darunter zu leiden.

In diesen Zeiten, in denen so viel Aktivität in den sozialen Medien stattfindet, gilt es besonders darum das eigene Netzwerk zu stärken und kleine lokale Unternehmen zu unterstützen. Nur mit einem gesunden Miteinander wird das Leben in den sozialen Medien zum Erfolg!

 Miteinander bedeutet, dass ich in Kommunikation gehe, meine Unterstützer wertschätze und ihre Inhalte kommentiere oder teile. Leider ist das sehr häufig nicht der Fall. Unabhängig von der Attraktivität Ihres Beitrags, werden langfristig Interaktionen zu Ihren Beiträgen und Aktionen abnehmen.

Mein Tipp zum Schluss: Unterstützen Sie doch einfach einmal Ihre Konkurrenz!

 (Vielleicht entsteht daraus ja eine wunderbare Partnerschaft)

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