Vom Kleinunternehmer zum Arzt

Vom Kleinunternehmer zum Arzt

Manchmal lohnt es sich, einen eingeschlagenen Weg zu verlassen. Mit einer klaren Zielgruppendefinition bin ich 2018 in die Selbstständigkeit gestartet. Ich war überzeugt, dass lokale Kleinunternehmen meine Hilfe dringend benötigten.

Ich erinnere mich aber auch sehr gut an das Jahr 2019. Ein Schulkollege kam damals auf mich zu und sagte: „Nicole, wir brauchen genau das, was Du tust! Machst Du auch Social Media für Ärzte?“ – Nach kurzer Überlegung willigte ich ein. Warum sollte ich es nicht einfach versuchen?

Ich spürte allerdings Gegenwind bei diesem Thema und mir wurden oft folgende Fragen gestellt:

  1. Wozu brauchen Ärzte Social Media?
  2. Was wollen die Ärzte damit, sie dürfen doch nicht werben?
  3. Haben die Ärzte nicht genug Patienten?

All diese Fragen konnte ich schon im Vorfeld beantworten:

  1. Ärzte brauchen die sozialen Medien, um sichtbar zu werden, sich als Menschen zu zeigen und zu informieren
  2. Ärzte dürfen nicht werben, das ist richtig, doch sie dürfen informieren. Information ist das, nach dem wir suchen
  3. Das Facharztzentrum kann sich nicht über mangelnde Patienten beklagen, doch es geht auch darum, durch Informationen andere Zielgruppen zu erreichen

Ich blieb somit unbeeindruckt.

Wir starteten auf der grünen Wiese, d. h. es gab keinerlei Aktivitäten in den sozialen Medien. Privat war keiner der Ärzte aktiv in den sozialen Medien unterwegs.

Der Start in die sozialen Medien

Für mich waren es die besten Voraussetzungen. Ich konnte eine erfolgversprechende Strategie entwickeln, die Ärzte hatten Vertrauen zu mir und ließen mir freie Hand.

Am 01. Juli 2019 starteten wir unsere Aktivitäten und definierten eine Anzahl an Followern, die wir nach sechs Monaten verzeichnen wollten. Das Interesse an ärztlichen Themen hatte ich definitiv unterschätzt, denn die Zahl der Follower war doppelt so hoch wie geplant.

Der Erfolg zeigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Weiterentwicklung

Wir gehen gemeinsam weiter und wachsen.

Die Praxis hat expandiert. In einem großen Facharztzentrum arbeiten heute 8 Ärzte an drei Standorten.

Ich bin mit der Praxis gewachsen. Seit Dezember 2020 betreue ich eine weitere Social Media Plattform für das Facharztzentrum. Das Recruiting von medizinischem Fachpersonal ist ein großes Thema geworden und bei einer gewissen Anzahl an Followern ist eine schnelle Reaktion auf Kommentare und die damit verbundene Kommunikation unerlässlich.

Neben den Social-Media-Kanälen betreue ich Google My Business. Google My Business ist die erste Anlaufstelle im Internet. Hier werden Ärzte und Unternehmen gefunden. Öffnungszeiten, Beiträge, Fotos und Angebote/Produkte informieren die Interessenten. Es geht hier aber auch um Reputation. Bei Google My Business kann jede/r mit einem Google-Konto eine Bewertung hinterlassen. Unmut wird meist häufiger kundgetan als Kunden- oder Patientenzufriedenheit. Gerade Arztpraxen sollten Ihre Bewertungen nicht aus den Augen verlieren. Kompetente und seriöse Antworten auf eine schlechte Bewertung können den Wind aus dem Segel nehmen. Aber auch einer positiven Bewertung sollte Wertschätzung entgegengebracht werden.

Fazit:

Die sozialen Medien bieten ein unglaubliches Potenzial für Ärzte. Mit einer guten Aufstellung und den nötigen Ressourcen werden Ärzte von Ihrem Social Media Auftritt profitieren.

Denken Sie als Arzt/Ärztin über einen Auftritt in den sozialen Medien nach?
Nehmen Sie Kontakt zu mir auf und vereinbaren einen kostenlosen Beratungstermin.

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