Mein Blick zurück auf zwei Jahre Selbständigkeit

Mein Blick zurück auf zwei Jahre Selbständigkeit

Ein Blick zurück

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Am 1. August 2018 startete ich in meine Selbständigkeit. Eigentlich war es eher ein Stolpern.

Ich hatte keine Ahnung auf was ich mich einlasse und wie ich damit umgehen sollte. Zu Verlieren hatte ich nichts und so machte ich mich auf den Weg. Anfangs waren meine Schritte zaghaft und unsicher, doch mit der Zeit wurden sie sicherer. Heute stehe ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Bevor ich mit diesem Artikel begonnen habe, habe ich mir natürlich angesehen, wie ich nach einem Jahr über meine Selbständigkeit gedacht habe. Genau vor einem Jahr hatte ich einen Artikel geschrieben, an dem ich erkennen kann, dass ich damals noch nicht mit dem Selbstbewusstsein unterwegs war, wie heute. Abschied von Air Berlin und ein wenig Wehmut schwangen noch mit.

Ich bin froh, dass diese Phase überstanden ist. Corona hat der gesamten Flugbranche einen Stich ins Herz versetzt und ich bin dankbar, dass ich meinen Weg aus dieser Branche schon vor einiger Zeit gefunden habe.

Mein Jahr 2019/20

Mitte 2019 bekam ich nach und nach mehr Aufträge. Neue Kontakte und ein großes Netzwerk bescherten mir Kunden.

Positioniert hatte ich mich für klein- und mittelständische Unternehmen in Mülheim und Umgebung. Mein Ziel war es, den lokalen Handel zu stärken und die Menschen wieder in die Städte zu locken.

Nachdem ich mir einen Überblick über meine bisherigen Kunden gemacht habe, habe ich jedoch festgestellt, dass ich nicht wirklich viele Menschen in meiner Zielgruppe erreicht habe. Meine Kundendatei umfasst Kunden aus den verschiedensten Bereichen und Branchen. Vom Personaldienstleiter über Kosmetik bis hin zu Ärzten und Coaches.

Viele Coaches, die sich mit Positionierung auseinandersetzen, werden sicher jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und fragen:  Wie kannst du so ein breites Spektrum bedienen?

Bisher hat das breite Kundenspektrum funktioniert. Es macht mir wahnsinnigen Spaß meine Nase in andere Branchen zu stecken und mich in die verschiedensten Themen einzuarbeiten.

Mit einer spitzen Positionierung hätte ich niemals so viel Erfahrung sammeln können.

Mein Motto:

Überzeugen Sie mich, dann überzeuge ich Ihre Interessenten und mache Sie zu Ihren Kunden.

Ob ich diese breite Aufstellung langfristig durchhalten kann, ist fraglich. Definitiv hat eine spitze Positionierung, bei der ich mich auf eine Zielgruppe fokussiere, den Vorteil, dass ich fachliche Kompetenz aufbauen kann. Ich werde mich gegen Ende des Jahres mit dieser Probelmatik auseinandersetzen. Eine Zielgruppe habe ich bereits im Auge.

Zum Beginn meiner Selbständigkeit war es gut und richtig, dass mein Kundenspektrum so breit war. Hätte ich mich nicht darauf eingelassen, so wäre ich niemals zu der Zielgruppe gekommen, die mir momentan am meisten Spaß macht und dementsprechend erfolgreich ist.

Was macht Corona mit meinem Business?

Mit dem Ende meines Skiurlaubs startete der Lockdown. Das Leben war und ist nicht mehr so wie es war. Keiner weiß, ob es je wieder so wird wie vor der Pandemie. Die Wirtschaft liegt am Boden und viele Unternehmer kämpfen ums Überleben.

Für mich gab es beruflich keine negativen Auswirkungen. Unterstützung in digitalen Belangen ist gefragt wie nie. Spätestens jetzt merken Unternehmen, dass es kaum möglich ist, ohne eine Online Präsenz zu existieren. Für mich eine gute Gelegenheit Unterstützung zu leisten.

Was macht Corona mit mir?

Ich habe zwei Jahre ausschließlich im Homeoffice gearbeitet. Einerseits Luxus, doch andererseits sehr anstrengend. Zeiten, in denen ich viel gearbeitet und die Pausen für Hausarbeit genutzt habe. Es gab kaum Abgrenzung.  Ich hatte das Gefühl, ich arbeite stets und ständig.

Die Isolierung durch Corona tat ihr Übriges. Treffen und Veranstaltungen fanden nur noch online statt und ein persönlicher Austausch war nicht möglich.

Seit dem 1.7 habe ich einen Arbeitsplatz im WorkInn in Mülheim. Mir begegnen wieder Menschen bei der Arbeit und die Pausen nehme ich mir, um abzuschalten und Zeit an der Ruhr oder in der Stadt zu verbringen. Für mich eine gute Lösung!

Wie geht es weiter?

Mir macht die Arbeit unheimlich Spaß. Social Media ist ein vielseitiger Bereich, in dem sich unendlich viel entwickelt. In den vergangenen Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, denen ich niemals begegnet wäre, wenn ich bis zur Rente in meinem „alten“ Job geblieben wäre.

Ich mache weiter und freue mich auf die kommende Zeit in diesem Business.

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